In Klausur gehen, Silentium

Zeit für Sie und Ihre Zukunft
Arbeit in Klausur/Silentium

Wie oft nehmen Sie sich die Zeit, um einfach mal zu denken? Damit meine ich nicht ein paar Minuten, sondern eher ein paar Tage. Ein paar Tage, in denen Sie sich voll aufs Denken konzentrieren können und nicht vom Alltag abgelenkt werden. Das nennt sich auch in Klausur gehen oder Silentium. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wofür das gut sein soll. Dazu kommen wir gleich. Vorher noch eine kurze Begriffsklärung.

Was bedeutet Klausur bzw. Silentium?

Klausur leitet sich von dem lateinischen Verb claudere ab, was schließen bedeutet. Klausur bedeutet also ungefähr Leben in Abgeschiedenheit. 
Silentium ist Lateinisch für Stille oder Ruhe.
Es geht also darum sich mal zurückzuziehen und nur für sich selbst zu sein.

 

Wofür sollten Sie in Klausur gehen?

Eine Klausur hilft immer dann, wenn man Dinge tiefergehend durchdenken möchte oder muss, denn jede Ablenkung zieht aus dem Denkprozess raus und macht es schwerer tiefer zu gehen. Wieso eine Klausur so hilfreich ist schauen wir uns weiter unten noch an. Wir denken ja den ganzen Tag, aber wirklich tief kommen wir meistens nur, wenn wir uns mal wirklich Zeit dafür nehmen. Viele sehr erfolgreiche Menschen empfehlen sogar, dass man regelmäßig in Klausur geht. Ich empfehle mindestens einmal pro Quartal und einmal pro Jahr in Klausur zu gehen.

Die Jahresklausur

Meistens zu Begin oder zum Ende des Jahres sollten Sie in Jahresklausur gehen. Sie dient der Auswertung des vergangenen Jahres, der Überprüfung der Kurz-, Mittel- und Langfristziele und der Planung des nächsten Jahres. In diesen Tagen legen Sie den Grundstein für das neue Jahr. Dafür sollten Sie sich ruhig Zeit nehmen, vier bis sieben Tage sind dafür empfehlenswert.

Die Quartalsklausur

In den folgenden Quartalen sollten Sie sich jeweils einmal für ein paar Tage (meistens reicht ein Wochenende) zurückziehen und überprüfen, ob Sie noch auf dem gewünschten Weg sind oder ob Anpassungen nötig sind. Dadurch können Sie sich bewusst auf möglicherweise anstehende Veränderungen vorbereiten oder anhand des bisher im Jahr erreichten Ihre Planung anpassen.

Beides, die Jahresklausur und die Quartalsklausur trägt erheblich zu Ihrem Erfolg und dem Erfolg Ihres Unternehmens bei. Deswegen werden sie auch so oder in ähnlicher Form von vielen erfolgreichen Menschen empfohlen und angewandt.

Die Themenklausur

Neben den regelmäßigen Klausuren kann es sinnvoll sein sich auch mal zurückzuziehen, um spezielle Themen zu durchdenken. Durch den Rückzug aus dem Alltag in eine inspirierende Umgebung bekommen Sie einen ganz anderen Blick auf Ihr Thema und können auf ganz neue Gedanken dazu kommen. Ich habe mal eine unvollständige Liste mit Ideen erstellt, welche Themen Sie in einer Klausur angehen können und sollten:

  • Ihre Werte
    Kennen Sie Ihre Werte? Ist Ihnen bewusst, dass sich diese auch ändern können, oder dass wir oft glauben bestimmte Werte zu haben, uns aber anders verhalten? Ein gutes Beispiel ist der Wert Familie. Viele meiner Kunden sagen, dass einer ihrer höchsten Werte Familie ist und wenn ich sie dann frage, „Wie oft sehen Sie Ihre Familie?“, dann wird sehr schnell klar, dass es noch andere Werte gibt, die scheinbar wichtiger sind.
    Es lohnt sich, sich mal die Zeit zu nehmen und über die eigenen Werte nachzudenken und sie zu hinterfragen, denn sie bestimmen maßgeblich unser Verhalten und unsere Entscheidungen.
  • Lebensplanung/Neuausrichtung
    Meistens ist es sinnvoll dieses Thema mit den Werten zu verknüpfen. Da das Leben oft nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat, kann es immer mal wieder sinnvoll sein, sich über die eigene Lebensplanung Gedanken zu machen. Wenn nur kleinere Justierungen nötig sind, dann reicht es oft, wenn man das während der Jahresklausur macht. Bei größeren Veränderungen oder großen Entscheidungen ist es allerdings sinnvoll sich explizit dafür Zeit zu nehmen.
  • Strategieentwicklung
    Als Selbstständer, Unternehmer und/oder Investor ist es meiner Meinung und Erfahrung nach wichtig, eine Strategie zu entwickeln. Immer wieder sehe ich bei meinen Kunden, welchen Unterschied es macht, ob man eine Strategie hat oder nicht. Eine Strategie können die Meisten nicht nebenbei entwickeln. Deswegen sollten Sie sich dafür zurückziehen und vor allem gut darauf vorbereiten. Wie Sie sich darauf vorbereiten können werde ich mal in einem eigenen Blogbeitrag darstellen.
  • Produktentwicklung/Innovation
    Genauso wie Strategieentwicklung geht auch die Produktentwicklung nicht unbedingt nebenbei. Auch hier kann es sinnvoll sein sich mal ein paar Tage zurück zu ziehen. Oft ist es in diesem Fall sinnvoll es nicht allein zu machen, je nachdem wie tief zum Beispiel das eigene technische Verständnis ist. Man könnte allerdings auch kurz telefonisch Details abklären. Meistens geht es aber eher darum sich mal darüber bewusst zu werden, was die Kunden wirklich wollen, sich von dem zu lösen, was es schon gibt und mal um die Ecke zu denken. Die genaue Ausarbeitung eines konkreten Produkts erfolgt dann danach.
  • Vision und Mission finden
    Damit sollte alles anfangen, denn die Vision und die Mission sind die Dinge, die uns antreiben, die uns helfen am Ball zu bleiben, auch wenn es mal nicht so läuft. Zu wissen wofür man das alles tut kann der entscheidende Faktor um durchzuhalten. Und eine Vision/Mission kann man nicht nur für sich, sondern auch für die eigene Firma entwickeln, wobei die sich idealerweise überlappen sollten.
  • Entwicklungsplanung
    Im Englischen gibt es den Spruch „What brought you here want bring you there.“ (Was Dich hierher gebracht hat, wird Dich nicht dorthin bringen.) Das heißt, um Ihre Ziele zu erreichen ist es sehr wahrscheinlich nötig, dass Sie sich weiterentwickeln, neue Fähigkeiten erwerben, Ihre Persönlichkeit weiter bilden, Ängste abbauen und so weiter. Im Idealfall plant man das, um möglichst schnell der zu werden, der man sein muss, um das gesetzte Ziel zu erreichen.
  • und vieles mehr
    Das ist nur ein kleiner Auszug aus den Möglichkeiten, die Ihnen die Zeit für sich und Ihre Gedanken geben kann. Es kann sogar hilfreich sein ohne Ziel eine Auszeit zu nehmen. Bei mir sind dann oft relativ schnell sehr interessante Themen aufgepopt. Und selbst im Alltag ist es hilfreich sich einfach mal Zeit für sich und seine Gedanken zu nehmen. Deswegen liebe ich Sauna und jogge ohne Kopfhörer.

Wie Sie das Beste aus Ihrer Klausur machen?

Folgende Faktoren beeinflussen den Erfolg und Misserfolg einer Klausurzeit maßgeblich:

  • Vorbereitung
    Umso besser Sie sich auf die Zeit vorbereiten, umso besser können Sie die Zeit auch nutzen. Das heißt im Idealfall haben Sie alles an Hilfsmaterial (Brainstorming Fragen, Flipchart, Whiteboard, Post-Its, usw.), Zahlen, Hintergrundinformation und so weiter zur Verfügung, um sich während der Klausurzeit nicht mehr darum kümmern zu müssen. Meinen Teilnehmern stelle ich deswegen umfangreiches Material zur Verfügungen, welches Ihnen hilft Ihr Ziel bestmöglich zu erreichen.
    Außerdem ist es hilfreich möglichst viele Entscheidungen vorher getroffen zu haben. Zum Beispiel sollte man sich vor der Klausur Gedanken machen was man essen möchte. Dazu gleich noch mehr.
  • Ein inspirierendes Ambiente
    Meine Kunden bestätigen mir immer wieder, dass das Ambiente, also der Ort, wo die Klausur stattfindet einen entscheidenden Einfluss auf Ihre Inspiration und Energie haben. Manche Kunden bevorzugen eher die Einfachheit eines Klosters, andere eher den gehobenen Luxus eines kleinen Fünf-Sterne-Hotels. Ich tendiere aus verschiedenen Gründen eher zu letzterem und dann zu einer Suite, um Schlaf- und Arbeitsraum voneinander zu trennen.
    Aber nicht nur die Unterkunft ist entscheidend, sondern auch die Umgebung. Wenn Sie mal nicht weiter kommen kann ein Spaziergang in der Natur oder ein Blick übers Meer Wunder wirken. Auch das ist individuell. Ich mag es an einem See zu sein, um den ich herum laufen kann, am Besten in den Bergen, wo ich auch einen weiten Blick genießen kann.
  • eigenem Rhythmus folgen
    Immer wieder nehmen sich Kunden für die Klausur einen anderen Rhythmus vor, als sie ihn gewohnt sind. Sie wollen dann zum Beispiel früher aufstehen als sonst, weil sie vielleicht gelesen haben, dass das besser ist. Meiner Erfahrung nach braucht eine Rhythmusumstellung Zeit und die Klausur ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Ich empfehle sogar in Ruhe auszuschlafen und auch wenn Sie wach sind noch im Bett zu bleiben und über den Vortag und den anstehenden Tag nachzudenken. Studien belegen, dass die Zeit nach dem Aufwachen und vor dem Einschlafen eine sehr kreative Zeit ist, also ruhig nutzen.
    Außerdem ist es wichtig ausgeschlafen zu sein, denn Denken ist wirklich Arbeit, dafür sollte man ausgeruht sein.
  • Ankommen und runter kommen
    Auch die Art der Anreise kann einen Unterschied machen. Ich empfehle einen Tag vorher so anzureisen, dass man schon runterkommen kann. Ich reise deswegen meistens so an, dass ich schonmal einen Spaziergang machen und in die Sauna gehen kann und trotzdem halbwegs frühzeitig ins Bett komme. Das gibt mir die Möglichkeit den nächsten Tag komplett zu nutzen und mich nicht erst von der Anreise erholen zu müssen.
  • Rückzug/Stille
    Im Idealfall ist diese Zeit eine Zeit des Rückzugs und der Stille. Ich lasse mein Handy aus und telefoniere nur einmal Abends mit meiner Familie. Auch rede ich nur das Nötigste mit anderen Menschen. Fernseher, Radio und ähnliches bleiben aus. Allerdings hilft es mir oft mich motivierende Musik zu hören. Andere brauchen ein leises Gemurmel im Hintergrund, dass sie nicht verstehen, aber wodurch sie sich nicht allein fühlen. Bei Extrovertierten soll das laut Studien die Leistungsfähigkeit steigern.
  • Pausen/Gehirn mobilisieren
    Wie schon erwähnt ist Denken ziemlich anstrengend. Deswegen ist es wichtig regelmäßig Pausen zu machen. Laut Studien ist es besser die Pausen zu planen und zu festen Zeiten zu machen, statt sie dann zu machen, wenn man glaubt, dass es gerade passt. Oft ermöglichen Pausen eine andere Verarbeitung der Gedanken. Von dem Phänomen der guten Ideen unter der Dusche hat vermutlich jeder schon gehört. Damit solche Effekte eintreten können ist es wichtig, dass man das Gehirn in der Pause nicht durch andere Dinge, wie dem Blick aufs Handy, ablenkt.
    Hilfreich kann es auch sein die Pausen ab und zu für ein paar Gehirnübungen wie Braingym zu nutzen, am Besten vor der Klausur mit beschäftigen und passende Übungen raussuchen.
  • Bewegung
    Wenn wir schon bei den Pausen sind, dann sei auch das Thema Bewegung gleich mit erwähnt. Sanfte Bewegung, wie entspanntes spazieren gehen, unterstützen das Denken, natürlich nur, wenn ohne Ablenkung genossen. Ich habe mir deswegen schon vor einiger Zeit ein Schreibtischlaufband zugelegt und laufe darauf teilweise den ganzen Tag während ich arbeite und kann es wirklich jedem empfehlen.
    Auch ein Krafttraining zwischendurch kann sehr belebend für die Gedanken wirken. Am Besten finden Sie für sich raus, welche Form der Bewegung für Sie hilfreich ist.
  • Natur
    Die Natur gehört mit zum gewählten Ambiente und trotzdem möchte ich das Thema hier nochmal explizit ansprechen. Natürlich können Sie auch in der Stadt in einem schönen Hotel in Klausur gehen. Ich würde dann aber immer Naturnähe empfehlen, denn Stadt lenkt meiner Erfahrung nach ab. Eine Kunde wollte mal unbedingt in Berlin in Klausur gehen, weil ihm die Zeit für An- und Abreise fehlte. Also habe ich ein schönes Hotel direkt am Grunewald rausgesucht. So konnten wir ganz einfach in der Natur sein und waren trotzdem in der Stadt. Mitten in der Stadt kann ich nicht empfehlen, nicht nur, weil Stadt ablenkt, sondern auch, weil Natur ganz viele positive Auswirkungen auf das Gehirn hat.
  • Entscheidungen
    Vielleicht haben Sie schon davon gehört, dass Entscheidungen Energie kosten. Deswegen empfehle ich in der Klausurzeit möglichst alle Entscheidungen, die nicht mit dem Ziel der Klausur zu tun haben, zu vermeiden. Das geht bei mir so weit, dass ich mir vor der Klausur schon überlege, was ich wann anziehe und was ich wann esse, so dass ich beides einfach automatisiert erledigen kann, ohne Entscheidungen treffen zu müssen. Dadurch habe ich volle Energie für die Entscheidungen, die ich für mein Klausurziel treffen muss.
  • Emotionen
    Es ist empfehlenswert zur Klausur in einem guten emotionalen Zustand zu gehen. Falls es einem emotional nicht so gut geht, dann sollte man Extrazeit zum Runterkommen einplanen. Und auch sonst können Sie einiges dafür machen, um in einen noch besseren Zustand zu kommen. Wie schon erwähnt höre ich dafür Musik, Musik, die mich in einen motivierten und offenen Zustand bringt. Und auch Saunagänge, Sport und Spaziergänge tragen bei mir zu positiven Emotionen bei. Was ist es bei Ihnen?
  • Selbstdisziplin/Selbstführung
    Ich weiß nicht, ob ich das überhaupt erwähnen muss, aber so eine Klausur steht und fällt oft mit der Selbstdisziplin bzw. Selbstführung. Wie schon öfter erwähnt ist Denken anstrengend. Und oft muss man sich auch Themen anschauen, die man vielleicht nicht so gern sieht oder Entscheidungen treffen, die man gern vermeiden würde. All das kann dazu führen, dass man sich lieber mit anderen Dingen beschäftigt und so können die Tage der Klausur schnell ohne Ergebnis vorbei sein.
    Auch Menschen mit grundsätzlich hoher Selbstdisziplin können im Laufe der Klausur an Grenzen kommen. Deswegen empfehle ich konkrete Vorbereitung, um die Versuchungen so gering wie möglich und die Anreize so hoch wie möglich zu halten.

Wie Sie noch mehr aus Ihrer Klausur herausholen können?

Sie haben jetzt einige Kriterien für eine tolle Klausurzeit an der Hand und es geht noch besser.

Wie wäre es, wenn Sie umfangreiches Arbeitsmaterial hätten, welches Ihnen hilft Ihr Ziel möglichst schnell und mit einem richtig tollen Ergebnis zu erreichen?

Wie wäre es, wenn Sie sich voll um Ihr Ziel kümmern könnten und nicht durch Nebensächlichkeiten abgelenkt wären?

Wie wäre es, wenn Sie eine ideale Arbeits- und Denkumgebung hätten? Alles was Sie brauchen, um wirklich produktiv an Ihrem Ziel zu arbeiten wird Ihnen zur Verfügung gestellt, auf Wunsch zum Beispiel auch ein Schreibtisch Laufband mit passendem Tisch.

Wie wäre es, wenn es Ihnen leicht fallen würde mit Motivation und Selbstdisziplin auch an die unangenehmeren Aufgaben zu gehen?

Wie wäre es, wenn Sie immer dann Unterstützung bekämen, wenn Sie mal nicht weiter kommen? Wenn Sie Ihre Ideen schnell und einfach auf den Prüfstand stellen und weiterentwickeln könnten?

Wie wäre es, wenn Sie jemanden an Ihrer Seite hätten, der nicht nur dafür sorgt, dass Sie in Bestform sind, sondern auch die bestmöglichen Ergebnisse aus Ihnen herausholt und Sie auf Ideen bringt, die Sie so vielleicht gar nicht hätten?

Wie wäre es, wenn Sie einen Sparing Partner an Ihrer Seite hätten?

Falls sich das gut für Sie anhört, dann melden Sie sich doch einfach über das Anfrageformular und wir besprechen das ganz individuell für Sie.

 

 

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